Nicht-klarzelliges Nierenzellkarzinom (nkNZK)
Erstlinien-Monotherapie mit Pembrolizumab bei fortgeschrittenem nkNZK


  Die Immuntherapie mit Checkpoint-Inhibitoren hat sich beim NZK als wirksam erwiesen und ist für Patienten im fortgeschrittenen Krankheitsstadium bereits zugelassen. In der gegenwärtig noch laufenden Studie KEYNOTE-427 wird Pembrolizumab als Monotherapie beim fortgeschrittenen Nierenzellkarzinom in der Erstlinienbehandlung geprüft. Nach der Tumor-Histologie war eine Kohorte A aus Patienten mit klarzelligem NZK und eine Kohorte B aus Patienten mit nkNZK gebildet worden. Auf dem ASCO 2018 in Chicago und dem ESMO 2018 Congress in München waren Daten aus der Kohorte A präsentiert worden (urologen-infoportal Januar 2019). Auf dem ASCO GU 2019 in San Francisco folgten jetzt Daten aus der Kohorte B der Patienten mit nicht-klarzelligem NZK.

  Das Studiendesign von KEYNOTE-227 geht aus Abbildung 1 hervor. Es wurden 165 Patienten mit histologisch bestätigtem nkNZK rekrutiert. Als primärer Endpunkt war die durch eine unabhängige, verblindete, zentral durchgeführte Bewertung ermittelte objektive Ansprechrate (ORR) nach RECIST v1.1 festgelegt worden. Sekundäre Endpunkte umfassten die Dauer des Ansprechens (DOR) und Beschreibung der Population nach dem International Metastatic RCC Database Consortium (IMDC)-Risiko. Exploratorische Endpunkte: ORR nach Histologie und PD-L1-Expression (kombinierter Positivscore [CPS] ≥1 für PD-L1+).
     
 
 

  Die Histologie wurde durch einen unabhängigen zentralen Pathologen bestätigt: papillär 72% (n=118), chromophob 13% (n=21), nicht klassifiziert 16% (n=26). 68% der Patienten hatten einen intermediären/ungünstigen IMDC (International Metastatic RCC Database Consortium)-Riskoscore und 62% waren PD-L1+.

Abb. 2A, B: Kaplan-Meier-Kurven für (A) progressionsfreies Überleben und (B) Gesamtüberleben ergaben 4,1 Monate bzw. noch nicht erreicht.


Die Kaplan-Meier-Schätzungen für progressionsfreies und Gesamtüberleben sind graphisch dargestellt (Abb. 2A,B)

Behandlungsbedingte unerwünschte Ereignisse der Grade 3-5 traten bei 11% der Patienten auf. Das führte bei 6% der Patienten zum Abbruch der Behandlung. Von 6 Todesfällen aufgrund unerwünschter Ereignisse waren 2 als behandlungsbezogen einzuordnen (1 Pneumonitis, 1 Herzstillstand).

❏ Die Monotherapie mit Pembrolizumab zeigte auch bei den Patienten der Kohorte B der KEYNOTE-427-Studie mit nicht-klarzelligem NZK vielversprechende antitumorale Aktivität.

❏ Patienten mit papillärem oder nicht-klassifiziertem Nierenzellkarzinom profitierten eher als Patienten mit chromophober Histologie.

❏ Das Sicherheitsprofil entsprach im Wesentlichen dem von Pembrolizumab, wie es zuvor bei anderen Tumorarten beschrieben worden ist.


McDermott DF, Lee J-L, Ziobro M, et al. 2019. First-line pembrolizumab (pembro) monotherapy for advanced non-clear cell renal cell carcinoma (nccRCC): Results from KEYNOTE-427 cohort B. J Clin Oncol 37(7_suppl):546-546.

Mai  2019

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