Nicht-invasive Elektrotherapie erfolgreich bei Belastungsinkontinenz

In Deutschland sind zwischen 6 und 8 Millionen Menschen von Inkontinenz betroffen, davon überwiegend Frauen. Bei Harninkontinenz - und insbesondere bei Belastungsinkontinenz - sollte vor einer operativen Behandlung ein konservativer Therapieversuch unternommen werden, da bei invasiven Eingriffen ein erhöhtes Komplikationsrisiko besteht [1, 2, 3].

Das Elektrostimulationsgerät NEUROTECH VITAL™ bietet eine innovative Therapieoption bei Belastungsinkontinenz: Die Stimulation des Beckenbodens erfolgt ohne Vaginalsonde über eine externe Manschette. Durch die patentierte Multipath™-Technologie kann eine effektive Kräftigung der Beckenbodenmuskulatur erfolgen. Studien belegen, dass die Anwendung des Elektrostimulationsgerätes die Inkontinenz-Symptome lindert und die Lebensqualität der Patienten verbessert [4, 5]. Frauen leiden durchschnittlich 2- bis 4-mal häufiger an Inkontinenz als Männer. Bereits 25% der jüngeren Frauen haben mit Inkontinenz zu kämpfen. Mit zunehmendem Alter steigt der Anteil betroffener Frauen merklich an [6].

Belastungsinkontinenz - häufigste Form der Blasenschwäche bei Frauen

Die Belastungsinkontinenz ist die häufigste Form der Blasenschwäche bei Frauen [7]. Bis zu 40% der inkontinenten Frauen sind davon betroffen. Betroffene leiden unter dem unwillkürlichen Abgang von Harn bei Aktivitäten, die zu einem erhöhten Bauchinnendruck führen (z.B. Joggen, Lachen und Husten). Als Hauptursache der Belastungsinkontinenz gilt ein unzureichender Verschluss der Harnblase aufgrund einer Dysfunktion der Beckenbodenmuskulatur. Diese tritt bei Frauen häufig als Folge von Schwangerschaften, Organsenkungen oder der Hormonumstellung in der Menopause auf.

Herkömmliche Verfahren zur Behandlung der Belastungsinkontinenz

Bei Belastungsinkontinenz sollte grundsätzlich zunächst ein konservativer Behandlungsversuch unternommen werden, ehe ein operativer Eingriff (z.B. Einlage von suburethralen Schlingen) in Betracht gezogen wird [1]. Denn oftmals können die Risiken und Nebenwirkungen eines invasiven Verfahrens ihren klinischen Nutzen beeinträchtigen [2, 3]. Konservative Behandlungsmethoden zielen auf die Kräftigung der Beckenbodenmuskulatur ab, die von zentraler Bedeutung für die Erhaltung der Harnkontinenz ist [8]. Zu den häufigsten Verfahren zählen Übungen zur Stärkung des Beckenbodens, die Anwendung von Vaginalkonen sowie Biofeedback-Verfahren. Häufig schränken die mangelnde Compliance der Patienten oder Probleme mit der adäquaten Übungstechnik die therapeutische Wirkung ein. Auch die transvaginale Elektrostimulation hat die Kräftigung der Beckenbodenmuskulatur zum Ziel. Allerdings kann auch diese Methode aufgrund von vaginalen Irritationen und Schmerzen im Becken nach der Behandlung zur Ablehnung bei den Patientinnen führen [9].

NEUROTECH VITAL™ - innovative Elektrostimulation mit externer Manschette

Mit NEUROTECH VITAL™ ist ein Elektrostimulationsgerät zur Behandlung von Belastungsinkontinenz erhältlich, bei dem die Kräftigung des Beckenbodens über 2 externe, textile Manschetten erfolgt. Die Manschetten verfügen über je 4 integrierte, großflächige Elektroden, die mit Hilfe der patentierten Multipath™-Technologie die Beckenbodenmuskulatur großflächig stimulieren und die Kontraktionsfähigkeit fördern.

Da die Behandlung mit NEUROTECH VITAL™ ohne Vaginalsonde erfolgt, werden mögliche Unannehmlichkeiten für Anwenderinnen reduziert. Neben der Behandlung von Belastungsinkontinenz eignet sich NEUROTECH VITAL™ zudem zur Therapie von Drang- und Mischinkontinenz. Die neuartige Schmetterlingselektrode zur Stimulation des Sakralnervs ist besonders geeignet für die Behandlung von Dranginkontinenz.

Studien belegen Effektivität

Studien belegen die Effektivität der Inkontinenzbehandlung mit NEUROTECH VITAL™. Eine Untersuchung, in der Teilnehmerinnen über 8 Wochen (30-minütige Sitzung 4x pro Woche) NEUROTECH VITAL™ anwendeten, zeigt eine Verringerung des unwillkürlichen Urinabgangs um 87,1% bereits nach 1 Woche. Dieser Wert verbesserte sich zur Woche 8 weiter auf 97,7% [4].
Eine weitere Studie bestätigt ebenfalls die effektive Wirkung von NEUROTECH VITAL™: Während nach einem 1-minütigen Stresstest vor Beginn der Therapie der mittlere Urinverlust nach 1 Stunde 41,6 g betrug, lag er nach einer 4-wöchigen Behandlung bei lediglich 5,8 g. Bei 93% der Probanden konnte mit einer Reduzierung des Einlagegewichtes um mindestens 50% eine signifikante Verbesserung festgestellt werden. Am Ende der Behandlung (Woche 12) konnten 57% der Teilnehmerinnen bei diesem 1-Stunden-Test als "trocken" eingestuft werden
(Harnverlust <1 g). Ebenso verringerte sich bei einem 24-Stunden-Test (durchschnittlicher Urinabgang in 24 Stunden) der mittlere Urinverlust innerhalb von 12 Wochen von anfangs 21,8 g auf 5,6 g. Bereits nach 4 Wochen konnte der Urinabgang bei 43% der Probandinnen so um mehr als die Hälfte reduziert werden. Nach 12 Wochen verbesserte sich dieser Wert nochmals auf 69% [5].
Aus beiden Untersuchungen geht deutlich hervor, dass sich durch die Behandlung mit NEUROTECH VITAL™ die Lebensqualität signifikant verbesserte [4, 5].

Weitere Informationen zu NEUROTECH VITAL™ sowie zur Behandlung von Belastungs- und Dranginkontinenz finden Interessierte auf www.neurotech-vital.de

Quellen:
[1] Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG), Arbeitsgemeinschaft Urogynäkologie und Beckenbodenrekonstruktion in der DGGG. Leitlinie "Belastungsinkontinenz der Frau". 2008; AWMF Nr. 015/005.
[2] Obstetrics and Gynecology Devices Advisory Committee Meeting. Surgical mesh for treatment of women with pelvic organ prolapsed and stress urinary incontinence. FDA Executive Summary. September 2011.
[3] Alves PGJM, Nunes FR, Guirro ECO. 2012. Comparison between two different neuromuscular electrical stimulation protocols for the treatment of female stress urinary incontinence: a randomized controlled trial. Rev Bras Fisioter 15(5):pp393-398.
[4] Maher RM, Caulfield B. 2012. A novel externally applied neuromuscular stimulator for the treatment of stress urinary incontinence in women - A pilot study. Neuromodulation: Technology at the Neural Interface. doi: 10.1111/j.1525-1403.2012.00509.x [elektronische Vorabpublikation].
[5] Beckenbodenzentrum des St. Hedwig Krankenhauses in Berlin. 2012. "A Pilot study to evaluate the safety and performance of Neuromuscular Electrical Stimulation (NMES) with the Inko RS device for the treatment of stress urinary incontinence. Publikation in Vorbereitung.
[6] Medical News Today 2012: Urinary incontinence - Pelvic floor exercises help women. www.medicalnewstoday.com
[7] Hunskaar S, Lose G, Sykes D, Voss S. 2004. The prevalence of urinary incontinence in women in four european countries. BJU international 93: 324-30. [8] Amaro JL, Gameiro MOO, Padovani CR. 2003. Treatment of urinary stress incontinence by intravaginal electrical stimulation and pelvic floor physiotherapy. IntUrogynecol J 14(3):204-8.
[9] Sand PK, Richardson DA, Staskin DR, Swift SE, Appell RA, Whitmore KE. 1995. Pelvic floor electrical stimulation in the treatment of genuine stress incontinence: a multicenter, placebo-controlled trial. Am J ObstetGynecol 173(1):72-9.

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April 2013

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