Phase-III-Studie CheckMate-214 vorzeitig beendet
Nivolumab in Kombination mit Ipilimumab zeigt OS-Vorteil bei Patienten mit bisher unbehandeltem fortgeschrittenem oder metastasiertem RCC


Bristol Myers Squibb gab bekannt, dass die Phase-III-Studie CheckMate-214, in deren Rahmen Nivolumab (Opdivo®) in Kombination mit Ipilimumab (Yervoy®) bei Patienten mit bisher unbehandeltem fortgeschrittenem oder metastasiertem Nierenzellkarzinom (RCC) untersucht wird, ihren co-primären Endpunkt erreicht hat.
Die Kombinationstherapie zeigte bei Patienten der intermediären und ungünstigen Risikogruppe einen Vorteil in Bezug auf das Gesamtüberleben (Overall Survival, OS) im Vergleich zu Sunitinib und erreichte auch den sekundären Endpunkt des verbesserten OS gegenüber Sunitinib bei allen Studienteilnehmern. Auf Grundlage einer geplanten Interimsanalyse hat ein unabhängiges Datenkomitee (Data Monitoring Committee, DMC) empfohlen, die Studie vorzeitig zu beenden.


„Dieses Ergebnis zum Gesamtüberleben aus der Studie CheckMate-214 unterstreicht das Potenzial der Kombination aus Nivolumab und Ipilimumab als neue Option in der Erstlinientherapie von Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom. Denn für diese besteht ein hoher therapeutischer Bedarf“, so Vicki Goodman, M.D., Head of New Asset Development, Bristol-Myers Squibb. „Wir werden nun die vollständigen Ergebnisse mit den Zulassungsbehörden teilen und sie auch im Rahmen des Kongresses der European Society for Medical Oncology (ESMO) präsentieren.“

Die Sicherheit und Verträglichkeit der Kombination von Nivolumab und Ipilimumab in der Studie CheckMate-214 war konsistent mit früheren Berichten zu dieser Dosierung und ähnlich über alle Subgruppen hinweg.

CheckMate-214

CheckMate-214 ist eine randomisierte und unverblindete Phase-III-Studie, in deren Rahmen die Kombination von Nivolumab mit Ipilimumab gegenüber Sunitinib bei Patienten mit bisher unbehandeltem fortgeschrittenem oder metastasiertem Nierenzellkarzinom untersucht wird. Patienten im Kombinationsarm erhielten Nivolumab 3 mg/kg Körpergewicht (KG) plus Ipilimumab 1 mg/kg KG alle drei Wochen für 4 Dosen gefolgt von Nivolumab 3 mg/kg KG alle zwei Wochen. Patienten im Vergleichsarm erhielten Sunitinib 50 mg einmal täglich für vier Wochen, gefolgt von zwei therapiefreien Wochen vor Fortsetzung der Behandlung. Die Patienten wurden bis zum Progress oder dem Auftreten inakzeptabler Toxizität behandelt. Die primären Endpunkte der Studie waren das progressionsfreie Überleben (Progression-Free Survival, PFS), das Gesamtüberleben (Overall Survival, OS) und die objektive Ansprechrate (Objective Response Rate, ORR) bei Patienten der intermediären und ungünstigen Risikogruppe (etwa 75 % der Patienten). Die Irrtumswahrscheinlichkeit Alpha wurde mehrheitlich zugunsten des OS platziert. Die Sicherheit ist ein sekundärer Endpunkt.

Die Kombination von Nivolumab und Ipilimumab erreichte bei Patienten der intermediären und ungünstigen Risikogruppe eine ORR (co-primärer Endpunkt) von 41,6% vs. 26,5% für Sunitinib. Die mediane Ansprechdauer wurde unter der Kombinationstherapie nicht erreicht und betrug 18,2 Monate unter Sunitinib. Das PFS (co-primärer Endpunkt) wurde bei Patienten der intermediären und ungünstigen Risikogruppe unter der Kombinationstherapie um 18% verbessert (HR=0,82; 99,1%-KI: 0,64–1,05; zweifach stratifiziert; p=0,331), erreichte aber nicht die präspezifizierte Schwelle der statistischen Signifikanz von 0,009 vs. Sunitinib. Das mediane PFS für den Kombinationsarm betrug 11,6 Monate (95%-KI: 8,71–15,51) vs. 8,4 Monate (95%-KI: 7,0–10,8) im Sunitinib-Arm.

Quelle: Bristol Myers Squibb

September 2017

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