Subgruppen-Analyse PREVAIL
Auch Patienten mit viszeralen Metastasen profitieren von Enzalutamid


Für die Therapie des Prostatakarzinoms wurden in den letzten Jahren verschiedene neue Substanzen entwickelt, die zu einer Verbesserung der Prognose betroffener Patienten geführt haben. Vielfach unklar ist allerdings die Patientenselektion für den optimalen Therapieerfolg der neuen Medikationen sowie die Sequenzierung der verfügbaren Behandlungsoptionen. Beim Genitourinary Cancers Symposium (ASCO GU) 2017 widmeten sich verschiedene Präsentationen der Behandlung mit den Androgenrezeptor (AR)-gerichteten Therapien. Im Ergebnis wurde die Effektivität und Verträglichkeit von Enzalutamid bestätigt.

Patienten mit einem metastasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinom (mCRPC), deren Metastasen Lunge und/oder Leber betreffen (viszerale Subgruppe, n=204), profitieren von einer Therapie mit Enzalutamid ebenso wie Patienten mit Metastasen ausschließlich in Knochen bzw. Lymphknoten (n=1.513). Das zeigt PREVAIL, eine Studie, die Enzalutamid und Placebo bei Chemotherapie-naiven Männern (Performance Status 0/1) verglich, deren mCRPC unter einer Androgendeprivationstherapie (ADT) fortschritt.

Die Subgruppen-Analysen des prospektiv erhobenen co-primären Endpunkts radiografisch progressionsfreies Überleben (rPFS) zeigen eine Reduktion des Risikos für Progression oder Tod in der non-viszeralen Subgruppe um 82% (Hazard Ratio [HR] 0,18; 95%-KI: 0,14-0,22) und in der viszeralen Subgruppe um 72% (HR 0,28; 95%-KI: 0,16-0,49). Unter Enzalutamid betrug das mediane rPFS non-viszeraler Patienten 14,1 Monate, bei den viszeralen Patienten war es noch nicht erreicht. Unter Placebo lag das rPFS non-viszeraler Patienten bei 4,0 und bei viszeralen Patienten bei 3,6 Monaten. In analogen Studien mit anderen Wirkstoffen, wie z.B. Abirateron, waren Patienten mit viszeralen Metastasen von der Studienteilnahme ausgeschlossen.

Evans CP et al., Eur Urol 2016;70:675-683

Quelle: Astellas Pharma GmbH

März 2017

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