Behandlung von Hitzewallungen unter einer Androgendeprivationstherapie

Bei Prostatakrebs-Patienten, die sich einer Androgendeprivationstherapie unterziehen, gehören Hitzewallungen


zu den unangenehmsten Begleiterscheinungen. Diesbezüglich wurde die Wirksamkeit von drei Substanzen hinsichtlich der Verhinderung von Hitzewallungen verglichen.


Die Analyse basiert auf Daten von 309 Prostatakrebs-Patienten mit Hitzewallungen, die randomisiert acht Wochen lang entweder Venlafaxin, Cyproteronacetat oder Medroxyprogesteronacetat erhielten.

In allen drei Behandlungsgruppen nahm der Score aus Häufigkeit und Intensität von Hitzewallungen ab (Abb.). Die Patienten sprachen auf die Behandlung mit den Progestagenen Medroxyprogesteronacetat und Cyproteronacetat signifikant besser an als auf die mit dem selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer Venlafaxin.

Von einer insgesamt geringen Zahl an Nebenwirkungen wurden nur ein Fall von Dyspnoe der Behandlung mit Cyproteron und ein Fall von Urtikaria der Behandlung mit Medroxyprogesteron zugeschrieben.

Durch die Behandlung mit Venlafaxin, Medroxyprogesteronacetat oder Cyproteronacetat ließen sich Hitzewallungen bei Prostatakrebs-Patienten unter Androgendeprivationstherapie effektiv reduzieren.

Die hormonellen Behandlungen mit Medroxyprogesteronacetat und Cyproteronacetat erwiesen sich der mit dem selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer als deutlich überlegen.

Irani J, Salomon L, Oba R, et al. 2010. Efficacy of venlafaxine, medroxyprogesterone acetate, and cyproterone acetate for the treatment of vasomotor hot flushes in men taking gonadotropin-releasing hormone analogues for prostate cancer: a double blind randomised trial. Lancet Oncol 11:147-154.

September 2010 red.drucken
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