Metastasiertes Klarzell-Nierenzellkarzinom
Einfluss von Knochenmetastasen auf das Behandlungsergebnis mit Sunitinib


Anhand von Krankenakten aus vier akademischen Kliniken in Belgien und Frankreich wurde der Einfluss von Knochenmetastasen auf das progressionsfreie und das Gesamtüberleben bei Patienten mit metastasiertem Klarzell-Nierenzellkarzinom unter einer First-line-Therapie mit Sunitinib analysiert.

Insgesamt 223 Patienten mit metastasiertem Klarzell-Nierenzellkarzinom wurden ermittelt, die eine Therapie mit Sunitinib (50 mg/d für vier Wochen gefolgt von zwei Wochen Pause) begonnen hatten. Während einer medianen Beobachtungszeit von 40 Monaten waren das krankheitsfreie und das Gesamtüberleben bei Patienten mit


Knochenmetastasen signifikant kürzer als bei Patienten ohne Knochenmetastasen (8,2 vs. 19,1 Monate bzw. 19,5 vs 38,5 Monate). Lebermetastasen wirkten sich auf das progressionsfreie und das Gesamtüberleben (Abb.) deutlich weniger aus als das Vorhandensein von Knochenmetastasen.

In der multivariaten Analyse standen Knochenmetastasen (p=0,0001) und in geringerem Maße auch die Zahl der Blutplättchen (p=0,03) unabhängig im Zusammenhang mit dem progressionsfreien Überleben. Darüber hinaus waren Knochenmetastasen der einzige, unabhängig eng mit dem Gesamtüberleben assoziierte prognostische Faktor.

Der Einfluss von Knochenmetastasen wirkte sich deutlich negativ auf das progressionsfreie und das Gesamtüberleben unter einer First-line-Therapie mit Sunitinib aus.

Das Vorliegen von Knochenmetastasen sollte daher bei der Erstellung prädiktiver Modelle wie auch in klinischen Prüfungen mit kombinierten targeted und ossär ausgerichteten Therapiestrategien berücksichtigt werden.

Beuselinck B, Oudard S, Rixe O, et al. 2011. Negative impact of bone metastasis on outcome in clear-cell renal cell carcinoma treated with sunitinib. Ann Oncol 22:794-800.

Oktober 2011 red.drucken
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